Abschied, Tod und Trauer gehören zum Leben
16.-23. November: Endlich – Raum für Trauer in Hannover
Im Raum für Trauer haben wir eine Woche lang Raum für Erinnerungen, Abschied, Traurigkeit und Hoffnung – mit Workshops, Lesungen, Musik und Gesprächen angeboten. Täglich gab es Angebote in der Rocket Lounge (direkt am Kröpcke). Es konnten Erinnerungskisten gestalten und mitgenommen werden, am Büchertisch gestöbert oder Fragen zu Beerdigungen gestellt werden. Manche Menschen kamen einfach vorbei und erzählten, was sie rund um das Thema Trauer beschäftigte. Darüber hinaus gab es verschiedene begeleitende Veranstaltungen - und das Highlight war - der Sargbauworkshop.
Sargbauworkshop
Die ersten Bretter werden verleimt, der Boden entsteht.
Spaß bei der Arbeit
vor allem ist Teamwork gefragt.
Schritt für Schritt
Gestalt entstehen lassen, Fortschritt feiern und zwischendurch sich immer wieder bewusst mit der eigenen Endlichkeit zu befassen.
...und das hatten wir noch im Programm Wohnzimmerkirche
zur Eröffnung
In gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre Gedanken über Trauer und Tränen, Erinnerung und Hoffnung nachgehen, dazu ne Limo trinken, Wein oder Bier und Livemusik lauschen.
im Kerzenschein
Zahlreiche Kerzen tauchten den Raum in warmes Licht und schufen den perfekten Ort für die Wohnzimmerkirche zum Start unserer Veranstaltungswoche.
einen Sarg in Szene gesetzt,
der ein Teil des vorangegangenen Workshops war. An diesem Abend konnten alle Särge von den Besucherinnen und Besuchern bestaunt werden.
Pfützentrauer -
wie wir Kinder begleiten können, wenn sie trauern
Erfahrungsaustausch über die vielfältigen Formen von Kindertrauer. Alena Heuser, Leitung von Löwenzahn, Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V. erzählte aus ihrer Arbeit. Kristin und Claudia berichteten über ihre Erfahrungen, wie sie Kindern bei Beerdigungen erleben.
Lesung und Gespräch mit Susanne Niemeyer
Wie lang ist ewig? Geschichten vom Trauern, Hoffen, Lieben
Hier konnten die Teilnehmenden Susanne beim Vorlesen aus ihrem Buch zuhören. Danach folgte ein Gespräch mit Claudia aus dem Sozusegen-Team über das, was kommt, was wir hoffen und Glauben und woran wir zweifeln.
Moderation: Nina Göldner.
Sechs Motive. Sechs Unikate.
Erinnerungs-Tattoos mit Ive und Enki, Tattooartists aus Hannover
Sechs Menschen haben sich im Raum für Trauer tötowieren lassen, jedes Motiv wurde nur ein einziges Mal vergeben. Eine besondere und bleibende Erinnerung an einen Herzensmenschen.
„Von hier aus weiter“ Lesung mit Susann Pásztor
Nach der Lesung folgte ein Gespräch mit Kristin aus dem Sozusegen-Team. Durch den Abend führte Karin Dörner, Inhaberin der Buchhandlung an der Marktkirche.
Erinnerungskisten gestalten
Schreibwerkstatt
Unter Anleitung von Nitay, Lena und Henrike konnten die Teilnehmenden über Trauer und Vermissen schreiben – mit der Möglichkeit, den eigenen Text anschließend vorzustellen.